#1 Droht Vermögensverlust bei Insolvenz des Treuhänders? von Administrator 15.07.2015 18:07

Vermögensverlust bei Insolvenz des Treuhänders?

Die fünf Partnerfonds „Kapital für den Mittelstand“ Beteiligungsgesellschaften wurden beginnend ab 2003 in der Rechtsform GmbH & Co. KG gegründet. Ein Treuhänder übernahm hierbei die Mittelverwendungskontrolle, ein für solche Rechtsformen durchaus übliches Verfahren.

Mit der Verschmelzung der KGs in eine Aktiengesellschaft, der heutigen Partnerfonds AG, wurde dieses Konstrukt aus Treuhänder (Herr RA Braun) und Treugeber (jetzt die Aktionäre) übernommen, obwohl dies in einer Aktiengesellschaft überhaupt nicht nötig ist. Keiner der Aktionäre war sich damals über die Folgen bewusst:

Auf diese Weise wurde eine automatische Mehrheitsgarantie für die Geschäftsführung ganz „harmlos“ installiert. Der Treuhänder stimmte bisher in den Hauptversammlungen der AG fast immer im Sinne der Geschäftsführung, wenn er keine Weisungen „seiner“ Aktionäre bekam. Da sich die meisten Aktionäre leider nicht um ihr Investment kümmern, konnte und kann die Geschäftsführung der AG immer auf komfortable Mehrheiten bei Abstimmungen zurückgreifen.

Dabei kann es ein weiteres böses Erwachen geben. Der Treuhandvertrag, enthält ein Vermögensrisiko für die Aktionäre. Der 2008 von der Gesellschaft herausgegebene Verschmelzungsbericht beschreibt dieses:

Da der Treuhänder die Aktien der Aktionäre im Wege der Verschmelzung erhalten hat, entfällt der Schutz des Treugebers bei Insolvenz des Treuhänders für den Fall der Einzelvollstreckung.

Was bedeutet dies? Können Ihre vom Treuhänder gehaltenen Aktien gepfändet werden, wenn ein klagender Privatgläubiger Einzelzwangsvollstreckung gegen den Treuhänder beantragt?

Sie sollten dieses Risiko vermeiden. Entziehen Sie dem Treuhänder die Verwaltung Ihrer Aktien. Wie Sie dies machen können finden Sie auf unserer Webseite unter http://www.wap-aktionaere.de/treuhandschaft.html.

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